(Foto: B.Hüllenkremer)

"Die Welt kann nur durch Liebe gerettet werden!"
Ein literarisch-musikalischer Abend über Marc Chagall
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: Jurij Kandelja (Bajanakkordeon)

Marc Chagall (1887 – 1985) ist ein kosmopolitischer Mensch und Künstler gewesen, der in Frankreich, Deutschland und den USA gelebt hat, doch die Welt seiner ursprünglichen Herkunft hat ihn sein Leben lang geprägt und nicht mehr losgelassen. Seine märchenhaften, farbintensiven Bilder entführen uns in die mythische Traumwelt seiner russisch-bäuerlichen Kindheit und Jugend im jüdischen Schtetl des weißrussischen Witebsk. So arm und entbehrungsreich sein Leben dort auch war, so reich war es für ihn an Eindrücken und familiärer Geborgenheit. Sein künstlerisches Lebenswerk ist vom humanistischen Grundgedanken der Versöhnung durchzogen – geprägt von dem Satz, den Marc Chagall zum Leitmotiv seines Schaffens erhob: „In der Kunst wie im Leben ist alles möglich, wenn es auf Liebe gegründet ist.“
In dieser musikalisch-literarischen Revue wird das Leben und die Kunst Marc Chagalls wieder zum Klingen gebracht.


„Mein zweites Ich“
Ein literarisch-musikalischer Abend über August Macke und seine Frau Elisabeth
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: David Baaß (Klavier)

“Es fehlt mir ein Stück von mir selbst, wenn ich Dich nicht habe“, das schreibt der Maler August Macke 1909 während seines Militärdienstes sehnsuchtsvoll an Elisabeth Gerhardt. Die beiden hatten sich schon als Jugendliche kennengelernt und sind seitdem unzertrennlich. Nur 11 Jahre waren ihrer großen Liebe vergönnt, doch in dieser Zeit hat Macke mehr als 200 Porträts von ihr geschaffen. Elisabeth ist ihm Freundin, Geliebte, Modell und Muse zugleich, und ihre anmutige Ausstrahlung formt das Frauenbild seiner Kunst. Mackes Bilder sind durchdrungen von Glück, Zärtlichkeit und der unbändigen Lebensfreude, die das Paar miteinander teilte.
Stimmungsvoll begleitet von den Kompositonen des Pianisten David Baaß wird noch einmal an diese große Liebe erinnert, die auf dem Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs ein tragisches Ende gefunden hat.


„Freund sein, Bruder sein, lieben…“
Ein literarisch-musikalischer Abend über Vincent und Theo van Gogh
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen,
Musik: Phillip Wentrup (Cello, Mitglied des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters)

Vincent van Gogh (1853 - 1890) ist einer der größten Maler der Kunstgeschichte, der in ländlicher Abgeschiedenheit seine legendären Meisterwerke schuf – Bilder, die auch erschütternde Dokumente seines Ringens um das seelische Gleichgewicht sind. „Er kämpft allein in tiefer Nacht“, schrieb ein Kunstkritiker kurz vor Vincents Tod.
Doch Vincent van Gogh stand nicht allein in seinem Kampf. Er war immer eng verbunden mit seinem jüngeren Bruder Theo, der Vincent zeitlebens finanziell und moralisch unterstützt hat. Ohne Theo van Gogh hätte es den weltberühmten Künstler Vincent nie gegeben. Und so schreibt er auch seinem Bruder Theo voller Dankbarkeit: „Meine Bilder sind von uns beiden geschaffen.“
Begleitet vom virtuosen Cellisten Phillip Wentrup entwerfen Ulrike Fertig und Thomas Carstensen das bewegende Bild einer außergewöhnlichen Bruderliebe, die in die Kunstgeschichte einging.


"Ich will immer weiter, weiter!"
Ein literarisch-musikalischer Paula Modersohn-Becker-Abend
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: Jurij Kandelja (Bajanakkordeon)

Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gilt heute als berühmteste Malerin der Worpsweder Künstlerkolonie, doch zu ihren Lebzeiten war sie dort nie so recht akzeptiert: „Verstanden wird sie hier von keinem“, notiert ihr Ehemann Otto Modersohn in sein Tagebuch. Frühzeitig begreift sie, dass sie ihre künstlerische Perspektive erweitern muss und träumt von neuen Horizonten: „Ich glaube, ich werde mich von hier fortentwickeln.“
Paulas kurzes, intensives Leben zwischen norddeutscher Provinzialität und Pariser Weltläufigkeit ist geprägt von ihrem Ringen um künstlerische Entwicklung und Eigenständigkeit – und steht damit auch für die beginnende Emanzipation der Frauen und ihren Kampf für eine selbstbestimmte Existenz.
Stimmungsvoll begleitet vom Bajan-Virtuosen Jurij Kandelja wird Paulas Ringen um ihre Kunst und um ihr eigenständiges Leben von Ulrike Fertig und Thomas Carstensen eindrucksvoll zum Leben erweckt.


“Im Staunen meiner Augen”
Ein literarisch-musikalischer  Frida Kahlo -Abend
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: Christian Schulz (Gitarre)

Spätestens seit der oscarprämierten Hollywood-Verfilmung ihres bewegenden Lebens ist die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907–1954) auch außerhalb der Kunstszene zu einer internationalen Kultfigur geworden. Von Krankheiten, Unfällen und privaten Schicksalsschlägen heimgesucht, wurde sie zum Inbegriff der ‚leidenden Frau’, zu einer Mater Dolorosa der Kunst. Man könnte den Eindruck gewinnen, die populäre Künstlerin sei mittlerweile zu einer Kunstfigur geworden, die von der Öffentlichkeit nach Belieben geformt wird. Doch an diesem Abend kommt Frida Kahlo nun selbst zu Wort. Begleitet von den Erläuterungen des Kunsthistorikers Thomas Carstensen, der einfühlsamen Gitarrenmusik von Christian Schulz liest Ulrike Fertig aus Fridas Briefen, Gedichten und Tagebucheinträgen. Die ‚Kunstfigur’ Frida Kahlo wird wieder zum Leben erweckt, und uns tritt eine faszinierende Frau und Künstlerin in all ihren Facetten entgegen: mit ihrem warmen Humor und ihrer ätzenden Ironie, mit ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, mit ihrer Lebensfreude und ihrem Schmerz.
(Der Abend lief bereits mit großem Erfolg mit der Schauspielerin Suzanne von Borsody, Thomas Carstensen und dem Gitarristen Jürgen Schröder im Rahmen der Frida Kahlo-Ausstellung im Hamburger Bucerius Kunst Forum.)


Picasso und die Frauen
Ein literarisch-musikalischer Abend über Pablo Picasso und die Frauen
in seiner Kunst und in seinem Leben
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: Christian Schulz (Gitarre)

"Ich bin vor allem ein Maler der Frauen", hat Pablo Picasso einmal gesagt. Und tatsächlich hat er in seinem Werk überwiegend Frauen dargestellt. 
Doch er war nicht nur ein Maler der Frauen, er war auch ein 'Homme des Femmes' 
-ein Mann der Frauen- wie er im Buche steht. Wechselnde Beziehungen strukturieren sein Leben, aber auch seine Kunst: Das Auftauchen einer neuen Frau markiert auch immer den Beginn einer neuen Stilperiode seines Schaffens. Auf die Frage, woher er seine Anregungen beziehe, hat er spontan geantwortet: "Sicherlich von den Frauen!"
Begleitet vom Konzertgitarristen Christian Schulz wird diesen faszinierenden und sehr wesensunterschiedlichen Frauen, die Pablo Picasso auf seinem Lebensweg begleitet haben, ein Denkmal gesetzt.


Otto Dix: "Der Maler ist das Auge der Welt"
Eine künstlerisch-literarische Revue mit Musik
Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen
Sprecher und Gesang: Sebastian Dunkelberg, Musik: Jurij Kandelja (Bajanakkordeon)

„Künstler sollen nicht bessern und bekehren. Nur bezeugen müssen sie!“ Diesem künstlerischen Leitsatz war der Maler Otto Dix (1891-1969) sein Leben lang verpflichtet. Und so vermittelt sein Leben und Werk ein schillerndes Panorama des 20.Jahrhunderts: die starre Enge der wilhelminischen Ära, das Inferno des 1.Weltkriegs, die wilden 20er Jahre, das drohende Heraufziehen des Nationalsozialismus.
Musikalisch begleitet vom Bajan-Virtuosen Jurij Kandelja und mit dem Schauspieler Sebastian Dunkelberg wird dieses dramatische Zeitalter voller Glanz und Elend, Aufstieg und Niedergang, Lebensgier und Todessehnsucht in einer packenden literarischen und musikalischen Revue noch einmal lebendig.

 

Das Paradies der Sehnsucht
Ein literarisch-musikalischer Abend über Paul Gauguin

Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: David Baaß (Klavier)

Obwohl Paul Gauguin (1848 – 1903) erst spät sein Hobby zum Beruf machte, ist er ein bahnbrechender Künstler der Moderne geworden. Mit der Flächigkeit seiner Bilder und seiner Abkehr von der naturgetreuen Wiedergabe beeinflusste er maßgeblich die Kunstentwicklung des 20.Jahrhunderts.
Aber auch der Mensch Paul Gauguin erscheint heute wie ein Prototyp des modernen Künstlers: Er präsentierte sich dem Publikum als extravaganter Außenseiter und weckte damit Sehnsüchte nach einem aufregenden Leben jenseits bürgerlicher Normen.
Vor allem die auf Tahiti entstandenen Werke legen nahe, dass er dort die beneidenswerte Existenz eines ungebundenen Aussteigers geführt hat. Die Realität sah anders aus: Chronischer Geldmangel und quälende Krankheiten machten ihm das Leben in der Südsee zur Hölle.
Doch das Traumbild, das er von sich und seiner Welt erschaffen hat, sollte stärker wirken als jede deprimierende Wirklichkeit. Und so sehen wir Paul Gauguin heute als Schöpfer eines überwirklichen Paradieses – eingewoben in seinem Traum vom zeitlosen Glück.


Der König der Welt - Salvador Dalí: Ein Leben als Gesamtkunstwerk
Ein literarisch-musikalischer Abend über Salvador Dalí

Von und mit Ulrike Fertig und Thomas Carstensen, Musik: Jakob Kuchenbuch (Cello)

Salvador Dalí (1904 – 1989) hat sich immer als Klassenkasper der Kunstgeschichte inszeniert. Mit clownesken Auftritten und skurrilen Happenings erregte er zeitlebens das ungeteilte Aufsehen der Weltöffentlichkeit. Darüber darf man aber nicht vergessen, dass Dalí ein bedeutender bildender Künstler war, der Bilder geschaffen hat, die zu Ikonen des 20. Jahrhunderts und einem festen Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses geworden sind. Doch die Beweggründe, die ihn zu seinem manischen Schaffensrausch getrieben haben, liegen in traumatischen Kindheitserfahrungen begründet und sind nur den Wenigsten bekannt.

Begleitet vom preisgekrönten Cellisten Jakob Kuchenbuch wird diesem bemerkenswerten Künstler in einem literarisch-musikalischen Programm ein Denkmal gesetzt.